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Marx Halle: Mit Nutzungsmix in die Zukunft

10.Jänner 2018

Der bisherige Zwischennutzer Hey-U baut die denkmalgeschützte Halle weiter aus

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Copyright: HEY-U Mediagroup

Ein Gastronomie- und Marktbereich, Veranstaltungen, Sport, Kultur, Platz für kreative Arbeit im Co-Working-Space, Medienproduktionen und mehr: Mit einem vielfältigen Mix an Angeboten ist die Zukunft der Marx Halle in Wien Landstraße gesichert. Der bisherige Pächter, HEY-U Mediagroup, hat das von der WSE Wiener Standortentwicklung, einem Unternehmen der Wien Holding, ausgeschriebene, mehrstufige Verfahren zur Investorensuche für sich entschieden. Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner präsentierte nun gemeinsam mit dem Bestbieter und Geschäftsführer der HEY-U Mediagroup, Herwig Ursin, Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak sowie dem Juryvorsitzenden und Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, Gerhard Hirczi, das Ergebnis des Verfahrens „Marx Halle reloaded“.

Kultur und Kreativität

„Die Marx Halle ist ein denkmalgeschütztes Juwel für unsere Stadt. Künftig soll sie daher durchgängig zugänglich gestaltet sowie ganzjährig geöffnet werden. Mit Gastronomie und Kulturangeboten und ausreichend Platz für Kreativität wird sie damit zu einem neuen Zentrum im Herzen von ‚Neu Marx‘ umgestaltet. Das ist genau das, was wir uns als Stadt in diesem Gebäude immer gewünscht haben. Mit dem jetzt vorliegenden Konzept und den Ausbauplänen für die kommenden Jahre werden die Möglichkeiten in der Halle erweitert. Nach der Phase der Zwischennutzung wird die Halle damit ein Hotspot, nicht nur für den 3. Bezirk, sondern für ganz Wien sein.“, sagte Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner.

„In den vergangenen drei Jahren hat sich die Marx Halle ohne Förderungen mit rund einer Million Besuchern als Top-Location für zahlreiche kulturelle und sportliche Veranstaltungen und als wichtiger Wirtschaftsfaktor für Wien etabliert. Das Nutzungsspektrum wird nun Schritt für Schritt erweitert. Als erstes werden wir einen Gastronomie- und Marktbereich schaffen, der ganzjährig geöffnet und zugänglich sein wird. Wir bauen dabei auf unsere gute Vorarbeit auf und forcieren so die Belebung des Medien-, Wissenschafts- und Technologiestandorts Neu Marx“, erklärte HEY-U-Geschäftsführer Herwig Ursin.

Mehrstufiges Verfahren

Die Marx Halle bleibt auch in Zukunft im Eigentum der Stadt Wien. HEY-U hat als Bestbieter des Verfahrens „Marx Halle reloaded“ das Baurecht für die Liegenschaft für 67 Jahre erworben. „Schon jetzt leben und arbeiten rund 7.000 Menschen in Neu Marx. Die Marx Halle spielt bei der weiteren Entwicklung des Stadtteils eine zentrale Rolle. Die Öffnung der Halle, die Belebung des Standorts und damit die Schaffung eines attraktiven Angebots für alle Wienerinnen und Wiener war das Ziel unserer Investorensuche“, erklärte Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak.

Das Verfahren war in zwei Stufen gegliedert. In der ersten Phase wurden potenzielle BetreiberInnen und NutzerInnen eingeladen, ihre Konzepte einzureichen. Diese wurden durch eine Jury bewertet. Parallel dazu waren potenzielle InvestorInnen eingeladen, ihr Gesamtkonzept einzureichen. Die drei bestgereihten Konzepte wurden von der Jury einer Detailprüfung unterzogen. Als Bestbieter ging das Höchstangebot der HEY-U hervor: „Bei der Entscheidung für den Investor haben wir eine Reihung nach Punkten vorgenommen. Am wichtigsten war die Öffnung und weitere Belebung der Halle sowie ein stimmiger und variantenreicher Nutzungsmix mit innovativen Elementen. Selbstverständlich haben wir auch die Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit der Konzepte bewertet. Und schließlich spielte auch das Preisangebot eine entscheidende Rolle“, sagte der Juryvorsitzende und Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, Gerhard Hirczi.

Nahtloser Übergang

Die Entscheidung für die HEY-U Mediagroup garantiert einen nahtlosen Übergang von der jetzigen Zwischennutzung in den endgültigen Ausbau der Halle. „Wir wollen so schnell wie möglich mit den Arbeiten in der Halle beginnen. Als erstes steht die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten des bei einem Brand im September beschädigten Bereichs sowie die Abstimmung mit den zuständigen Behörden bevor. Danach werden wir mit dem Aufbau von Gastronomiebereich und Co-Working-Space starten. Dieser wird den Wienerinnen und Wienern auch abseits von Events täglich offenstehen“, erklärte Herwig Ursin. Das Globe Wien-Theater von Michael Niavarani wird übrigens weiter seinen Platz in der Marx Halle haben und nach der Brandsanierung wieder wie gewohnt mit Kabarett und kulturellen Veranstaltungen bespielt.